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1976 haben wir Abitur gemacht. D.h. die 13. Klasse besucht. D.h. auch, die meisten von uns kamen 1967/68 auf das Gymnasium. Welche Lehrer hatten wir? Wir hatten überwiegend sehr außergewöhnliche Lehrer. Ihr erinnert Euch: Der Direktor war zunächst Herr Dr. Schulz-Streek. Er war nach 1945 zunächst einige Jahre in Südamerika. Die lokale “Nordwest Zeitung” charakterisierte ihn als “allem Neuen kritisch aufgeschlossen”. Mathematik gab u. a. der Leiter des Westersteder Katasteramtes. Später wurde er Bürgermeister. Physik und Mathematik gab u. a. ein Schiffsbauingenieur. Er wurde wegen des Lehrermangels gegen eine Sonderzahlung rekrutiert. Er war so in der Mathematik und Physik zu Hause, daß kaum ein Schüler ihm folgen konnte. Biologie gab u. a. die Frau eines Deutschlehrers. Sie hatte vor Ihrer Schwangerschaft einige Semester Naturwissenschaften ohne Abschuß studiert. Religion gab der Ortsvikar. Kunst unterrichten mehrere - eigentlich gelernte - Graphiker, die aus irgendwelchen Gründen für den öffentlichen Dienst und das Lehramt an höheren Schulen spontan angeworben wurden. Später übernahm eine eigentlich gelernte Kunsthistorikerin den Kunstunterricht. Die 60er und 70er Jahre standen im Zeichen des Lehrermangels. Man nahm nahezu alles, was sich anbot. Damit nicht genug. Als “Provinz-Gymnasium” hatten wir in Westerstede auch strafversetzte Lehrer, die an anderen Schulen gescheitert waren. Es war die Zeit, in der Sadisten mit ihrem Vergnügen an Demütigungen und Bloßstellungen Schülern noch deren Zukunft zerstören konnten. Kaum einer von uns wußte damals, wie man sich dagegen zur Wehr setzt. Hoffentlich ist das heute anders! Liebe Schüler, die ihr heute dort seid: Falls Ihr so etwas noch erleben solltet, tut Euch zusammen! Besser ist meistens ein “Miteinander”, aber wenn es wirklich nicht geht. Wehrt Euch! STOP! Hier einige Fotos der Lehrer des Jahrgangs 1976: |
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